Sessionplan der Europawerkstatt 2016

Viele tolle Vorschläge gab es heute Morgen für die Sessions der Europawerkstatt 2016! Wir freuen uns, dass wir alle Themen-Beiträge in unseren Session-Plan aufnehmen konnten. Insgesamt gibt es drei „Time-Slots“ für inhaltliche Sessions. In thematischen Kleingruppen diskutieren und bearbeiten die Teilnehmer spezifische Themen und stellen ihre Ergebnisse später im Plenum vor.

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Silvia BehrensSessionplan der Europawerkstatt 2016

Vizepräsident des Europäischen Parlaments bei der Europawerkstatt 2016

In der zweiten Ankündigungsrunde der politischen Entscheidungsträger*innen stellen wir Euch Personen aus der Politik und solche, deren Arbeitsumfeld die Politikwissenschaft und -beratung sind, vor.

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Wir freuen uns sehr, dass der Vizepräsident des Europäischen Parlaments MdEP Rainer Wieland an unserer Veranstaltung teilnehmen wird. Herr Wieland ist seit 2009 einer der 14 Vizepräsidenten des Europaparlaments. Er gehört als Europaabgeordneter der CDU der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) an, welche die größte Fraktion im Europäischen Parlament darstellt. Zudem hält er seit 2011 das Amt des Präsidenten der überparteilichen Europa-Union Deutschland.

hoff_tkProf. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten wird dieser eine Session zur Thematik Kohäsionspolitik anbieten. Herr Hoff ist deutscher Politiker (Die Linke) und Hochschullehrer. Er war von Dezember 2006 bis Dezember 2011 Staatssekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz in Berlin und ist seit 2010 Honorarprofessor für Sozialwissenschaften an der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin.

chrisbeck_2016-03-22_focusMit Christian Beck begrüßen wir einen weiteren Sessionleiter aus Brüssel. Seit März 2014 arbeite Herr Beck als Büroleiter, Policy Advisor und parlamentarischer Assistent für den Europaabgeordneten Sven Giegold (Greens/EFA). Zuvor hat Beck 2 1/2 Jahre im Büro der Bundestagsabgeordneten Lisa Paus zu Europa- und Finanzpolitik gearbeitet.

gig-bgss3Prof. Dr. Gert-Joachim Glaeßner ist deutscher Politikwissenschaftler und Professor (em.) der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Senior Adviser International Master Programmes am Institute for Social Sciences der Humboldt-Universität. Im Jahr 2016 veröffentlichte er in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung eine Studie mit dem Titel Freiheit und Sicherheit – Eine Ortsbestimmung, in der Freiheit und Sicherheit als zentrale Werte moderner Gesellschaften vorgestellt werden. Zu diesem Thema und zur „Europäisierung der inneren Sicherheit“ wird Herr Glaeßner eine Session anbieten.

 

Silvia BehrensVizepräsident des Europäischen Parlaments bei der Europawerkstatt 2016

Ein Blick in die Zukunft mit dem Dahrendorf Forum: Die EU in der Welt von morgen

Dieses Jahr wird die Europawerkstatt am Freitagabend mit verschiedenen Szenarien-Diskussionen unter dem Thema „Ein Blick in die Zukunft: Die EU in der Welt von morgen“ eröffnet. Wir freuen uns für den inhaltlichen Input und interessante Impulse Expertinnen und Experten des Dahrendorf Forums empfangen zu dürfen.

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Das Dahrendorf Team möchte Euch einen Einblick in den Zukunftsplanungsprozess ermöglichen. Dabei greifen wir uns in Kleingruppen aktuell spannende Länder und Regionen heraus. Auch die Brüsseler Außenpolitik mit neuer Globaler Strategie wird eine Rolle spielen. Gemeinsam werdet Ihr Euch an die Zukunft der EU-Außenbeziehungen mit Ländern wie USA (post-Trump?), Türkei (als Demokratie?) oder Großbritannien (in oder out?) heran tasten. In einem Diskussionsprozess werdet Ihr in die Zukunft blicken und vielleicht die ein oder andere unerwartete Überraschung entdecken.

Das Dahrendorf Forum – Debating Europe ist eine gemeinsame Initiative der Hertie School of Governance, der London School of Economics and Political Science und von Stiftung Mercator. Es möchte Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und den Medien eine Diskussionsplattform bieten. Jeder zwei-jährige Forschungszyklus stellt dabei ein anderes europäisches Thema in den Mittelpunkt. Die notwendige Vorarbeit leisten derzeit fünf internationale Arbeitsgruppen, die sich im aktuellen Forschungszyklus mit den Beziehungen der Europäischen Union zu China, Russland, US, Türkei und der MENA-Region befassen. Die Projektarbeit umfasst eine Vielzahl von Diskussionsveranstaltungen und Publikationen. Im Sinne des deutsch-britischen Soziologen und Politikers Lord Ralf Dahrendorf soll die wissenschaftliche Forschung gängige Diskurse hinterfragen, eine Vielzahl von Akteuren einbeziehen und somit die Qualität demokratischer Diskurse verbessern.

Das sogenannte Umbrella Project, das an der Hertie School von Dahrendorf Post-Doctoral Fellow Monika Sus geleitet wird, konzentriert sich auf die übergreifende Fragestellung des aktuellen Forschungszyklus. Es möchte die Ergebnisse aus den fünf Arbeitsgruppen zusammenbringen, um dann Szenarien und Vorschläge für die Zukunft der EU-Außenbeziehungen und der europäischen Außenpolitik zu formulieren.

In diesem Kontext hat das Dahrendorf Forum einen Foresight-Prozess initiiert. Wissenschaftler und Policy Maker haben dabei verschiedene Szenarien für die Zukunft der EU-Außenbeziehungen mit den folgenden Ländern entwickelt: Ukraine und Russland, Türkei, MENA, United States und China. Die alternativen Zukunftsdarstellungen beinhalten die wahrscheinlichsten Pfade, Risiken, Trends und Unbekannten, welche in den Beziehungen in den nächsten zehn Jahren zu erwarten sind und definieren damit die mögliche Rolle der EU in der Welt von 2025.

Silvia BehrensEin Blick in die Zukunft mit dem Dahrendorf Forum: Die EU in der Welt von morgen

Sessionvorschlag Michael Gahler MdEP: „Außen- und sicherheitspolitische Handlungsoptionen der EU in der südlichen und östlichen Nachbarschaft“

Michael Gahler MdEP, der sicherheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, möchte Euch das breite Spektrum an Instrumenten vorstellen, dass die EU sich für ihr außen- und sicherheitspolitisches Handeln gegeben hat. Das Konzept der „vernetzten Sicherheit“ (comprehensive approach) umfasse zivile und militärische Handlungsoptionen, die von diplomatischen Initiativen über Nothilfe im Katastrophenfall, Wiederaufbauhilfe, Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Demokratieförderung, Wahlbeobachtung oder auch zu Sanktionen, friedenserhaltenden und friedensschaffenden Militäreinsätzen gingen. Für all dies seien die notwendigen Strukturen im wesentlichen geschaffen worden. Der politische Wille für einen Beschluss zum Einsatz des „Instrumentenkastens“ muss aber in jedem Fall herbeigeführt werden. Auf Basis des Impulses sollen politische Handlungsoptionen der EU diskutiert werden.

europawerkstattSessionvorschlag Michael Gahler MdEP: „Außen- und sicherheitspolitische Handlungsoptionen der EU in der südlichen und östlichen Nachbarschaft“

Sessionvorschlag Nora Jakob: „Die Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der EU.“

Nora Jakob engagiert sich bei der Jugendpresse Rheinland und verantwortet im Vorstand die Vereinsfinanzen. Sie studiert Politikwissenschaften in Köln und interessiert sich besonders für die Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union.

Nora bietet deshalb an, ein kurzes Impulsreferat zum Thema zu halten und gemeinsam mit Euch den Fragen nachzugehen, in wie weit China von der Finanzkrise profitiert, mit seinem Kapital das internationale Finanzsystem stützt und dabei und dadurch gleichzeitig immer mehr an Einfluss gewinnt. Inwieweit ist es notwendig, dass China sich an Europa beteiligt? Macht die EU sich abhängig? Und nicht zuletzt: ist dies gewünscht?

europawerkstattSessionvorschlag Nora Jakob: „Die Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der EU.“